Gottfried-von-Kappenberg-Schule


Direkt zum Seiteninhalt

Von 1892-1918

Chronik

Die neue Schule an der Schulstraße


  • Zum Ende des 19. Jahrhunderts entsprach das Schulgebäude auf dem Kirchplatz in keiner Weise mehr den Vorschriften - und der Unterrichtsraum reichte nicht mehr aus. Im Jahr 1884 musste der bisher übliche Ganztagsunterricht aufgrund steigender Schülerzahlen in Halbtagsunterricht umgewandelt werden. Drei Jahre später - die Schülerzahl war auf 250 gestiegen - drängte die Königliche Preußische Regierung den Schulvorstand in Wessum, ein neues Schulhaus zu bauen. Für 2500 Mark erwarb die Gemeinde "die Woorte", ein Grundstück außerhalb des Dorfes an der Straße nach Alstätte. Im Frühjahr 1891 begann man mit den Arbeiten, am 09. Juni 1892 erfolgte die feierliche Einweihung des neuen Schulgebäudes. Damit verbesserte sich die Schulsituation erheblich, weil der Schule damit zugleich eine dritte Lehrerstelle zugewiesen wurde.


  • Bis zum Jahre 1910 stieg die Schülerzahl bis auf 310 an. Für diese Schüler, die in 4 Klasen aufgeteilt waren, standen nur drei Klassenräume zur Verfügung. Daher beschloss der Schulvorstand, an der Nordseite zwei neue Klassen und zwei Lehrerinnenwohnungen sowie eine Toilettenanlage zu bauen.


  • Das neue Gebäude kurz nach seiner Einweihung 1892:
Altes Schulgebäude 1902
  • Maurermeister Heinrich Gebker aus Wessum wurde mit der Ausführung der Bauarbeiten beauftragt. Bereits am 10. November 1910 konnte ein Klassenraum benutzt werden, der zweite wurde am 11. April 1911 bezogen.


  • Am 1. August 1914 begann der Erste Weltkrieg.


  • Ab 1916 begannen die großen Sammelaktionen, um die Versorgung der Bevölkerung zu mildern. Aus Mehlbeeren wurde Kaffee-Ersatz, aus Brennesseln Stoffe hergetellt.


  • Der Lehrer Anton Herding kam 1881 an die Schule nach Wessum. 1909 wurde er zum Hauptlehrer befördert und leitete bis 1925 die Volksschule.
Anton Herding 1918
  • 1918 wurde Deutschland Republik. Direkte Auswirkungen hatte die Revolution auf die örtliche Schulaufsicht, die bislang durch die Kirche, nämlich durch den jeweiligen Pfarrer ausgeübt wurde. Von nun an wurden die Schulen allein der staatlichen Schulaufsicht unterstellt. Nach wie vor hatte allerdings der örtliche Schulvorstand starke Einflussmöglichkeiten.




Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü