Um die Kinder bestmöglich auf den Besuch der Grundschule vorzubereiten bzw. ihnen den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu erleichtern, wird die eigentliche Einschulung schon frühzeitig vorbereitet:
Zwei Jahre vor der Einschulung
- Im Frühjahr zwei Jahre vor der Einschulung findet in der Schule eine Informationsveranstaltung zum Sprachstandsfeststellungsverfahren "Delfin 4" für die Eltern aller vierjährigen Kinder statt. Zusammen mit den Leiterinnen unserer beiden Kindergärten informieren wir die Eltern über den genauen Ablauf des Verfahrens bzw. über vorschulische Fördermöglichkeiten, d.h. es geht insbesondere um die Bedeutung der deutschen Sprache beim Schulbeginn und über die Fördermöglichkeiten für Kinder ohne hinreichende Kenntnisse der deutschen Sprache.
- Kurze Zeit darauf wird das Verfahren Delfin 4 unter Mitwirkung unserer Sozialpädagogin Wiltrud Becker in den Kindergärten durchgeführt.
Ein Jahr vor der Einschulung
- Im Herbst ein Jahr vor der Einschulung findet ein mit den Erzieherinnen des Kindergartens gemeinsam vorbereiteter Informationsabend zum Thema "Erfolgreich starten!" statt. Ziel dieses Abends ist es, den Eltern zum einen den Begriff der Schulfähigkeit und zum anderen ihnen den genauen Ablauf der Anmeldung zu erläutern.
- Kurze Zeit darauf erhalten die Eltern über die Kindergärten das nötige Informationsmaterial für die Schulanmeldung. Es werden vorab persönliche Daten aber auch Angaben über die Entwicklung des Kindes abgefragt.
- Nach den Herbstferien erhalten die Eltern von der zuständigen Schule eine schriftliche Einladung zur Anmeldung. Dabei wollen wir auch das Kind mit seinen Fähigkeiten, Interessen und Voraussetzungen möglichst genau kennen lernen. Es wird über die Entwicklung des Kindes gesprochen und unter Umständen über eine Zurückstellung bzw. über eine vorzeitige Einschulung auf Antrag beraten. Bei der Anmeldung stellt die Schule fest, ob die Kinder die deutsche Sprache hinreichend beherrschen, um im Unterricht mitarbeiten zu können. Die Schule kann Kinder ohne die erforderliche Sprachkenntnisse zum Besuch eines vorschulischen Sprachförderkurses verpflichten, soweit sie nicht bereits in einer Tageseinrichtung für Kinder entsprechend gefördert werden.
- Nach der Anmeldung findet eine Einschulungskonferenz in den beiden Kindergärten statt. Bei dieser sprechen Vertreter der Kindergärten und der Schule mit dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten über Auffälligkeiten, Besonderheiten, Fördermaßnahmen im Kindergarten oder Empfehlungen an die Eltern bzw. das Abwägen weiterer Schritte. Ziel ist es dabei, möglichst frühzeitig die notwendige und mögliche Förderung bei Defiziten anzugehen.
- Im Frühjahr findet die amtsärztliche Untersuchung der Kinder im Kindergarten statt. Das Gesundheitsamt benachrichtigt die Eltern über den Untersuchungstermin.
- Der Schulleiter fällt aufgrund der Erkenntnisse aus dem Anmeldungsgespräch und der ärztlichen Untersuchung die Entscheidung über die Aufnahme bzw. die Einschulung des Kindes in das 1. Schuljahr. Aufgrund noch nicht ausreichender Schulfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen kann ein Kind vom Schulbesuch zurückgestellt werden und ein weiteres Jahr den Kindergarten besuchen.
Kurz vor der Einschulung
- Auf einem Informationsabend vor den Sommerferien werden den Eltern durch den Schulleiter die Klassenaufteilung und, wenn möglich, die Klassenlehrer/innen bekannt gegeben. Die Klassenaufteilung richtet sich in der Regel nach Wohngebieten. Zugleich wird über die Schulwegsicherung, den Schulalltag und eine Liste von Anschaffungswünschen der Lehrer/innen informiert.
- Kurz vor den Sommerferien kommen die zukünftigen Erstklässler in die Schule und lernen dort im Rahmen eines Kennenlernnachmittages ihre zukünftigen Klassenkameradinnen und Klassenkameraden sowie ihre Klassenlehrerin bzw. ihren Klassenlehrer kennen.
Die Einschulung - Erster Schultag
- Der erste Schultag für die Schulanfänger beginnt mit einem Wortgottesdienst in der St. Martinus Kirche um 8.30 Uhr. Um ca. 9.00 Uhr begrüßen Schulleitung, Klassenlehrer und der Schulchor die Kinder und ihre Eltern auf dem Schulhof. Anschließend haben die Kinder ihre erste Unterrichtsstunde im Klassenraum. Währenddessen warten die Eltern auf ihre Kinder. Der Förderverein lädt zu einer Tasse Kaffee oder einem Getränk ein.
- Ab dem 2. Schultag haben die Kinder in der Regel täglich 4 Stunden Unterricht. Innerhalb der ersten drei Wochen findet ein Elternabend (1. Klassenpflegschaftssitzung) statt, auf dem die Unterrichtsinhalte des 1. Schuljahres sowie besondere Unterrichtsmethoden in der Schuleingangsphase vorgestellt werden.