Gottfried-von-Kappenberg-Schule


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Dyskalkulie-Konzept

Schulprogramm > Förderkonzept

Dyskalkulie, was ist das?
Das Förderkonzept im Bereich Mathematik orientiert sich an dem "Basiskurs Mathematik - ein Lehrgang zur Prävention und Behandlung von Rechenschwäche" von Peter Jansen.

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Das gesamte Kollegium der Kappenbergschule hat im November 2005 dazu an der Fortbildung "Rechenschwäche erkennen, vermeiden und behandeln" von Peter Jansen teilgenommen.
Nach Jansen verstehen wir unter Rechenschwäche "besondere Schwierigkeiten beim Aufbau mathematischer Verständnisgrundlagen."
Mit Verständnisgrundlagen sind hierbei die mathematischen Inhalte der Klassen 1 und 2 gemein

Förderkonzept
Dieser Definition entsprechend ist das Ziel des Förderkonzepts die Früherkennung von Rechenschwierigkeiten und deren Überwindung durch eine gezielte Förderung.
Da, empirisch untersucht und abgesichert, Schüler der 2. (und 3.) Klassen den größten Fördernutzen erfahren, findet eine Förderung außerhalb des Unterrichts an unserer Schule im Moment ausschließlich für Kinder aus den 2. und 3. Jahrgängen statt. In diesen Jahrgängen haben die Kinder mit besonderen Rechenschwächen beim Förderlehrer zwei Unterrichtsstunden pro Woche. Die jeweiligen Fachlehrer entscheiden gemeinsam mit dem Förderlehrer, welche Kinder am Förderunterricht teilnehmen. Um jedes Kind gezielt fördern zu können, sollte die jeweilige Fördergruppe möglichst klein gehalten werden (4-6 Schüler). Es sollte auch ein regelmäßiger Austausch zwischen Fachlehrer und Förderlehrer stattfinden, um gute Förderergebnisse zu erzielen. Begleitend zum Förderunterricht wird ein Förderkursbuch geführt. Für den Förderunterricht stehen ein Klassenraum, sowie der Förderraum Mathematik/Deutsch mit einigen Computerplätzen zur Verfügung.

Ermittlung des Förderbedarfes
In der ersten (gegebenenfalls zweiten) Woche des neuen Schuljahres wird mit allen Kindern der 2. bzw. 3. Klassen der Prätest als Diagnoseinstrument durchgeführt. Vorher werden die Eltern in einem Brief über Sinn und Zweck dieser Maßnahme informiert. Nach Auswertung der Tests wird in einer Jahrgangsstufenkonferenz eine Fördergruppe aus allen drei Klassen zusammengestellt. Diese Gruppe umfasst 4-6 Schüler. Es sind in der Regel die Kinder mit den schwächsten Prätest-Ergebnissen, aber auch die Beobachtungen der Klassenlehrer / Mathematiklehrer sind von Bedeutung. Innerhalb des Förderunterrichts sind diagnostische Methoden wie die Prozessdiagnose, die Aufforderung zum "lauten Denken" und das diagnostische Interview von entscheidender Bedeutung bei der Einschätzung von Fehlerkategorien. Die Eltern der Förderkinder werden vom Förderlehrer informiert und mit interessierten Eltern werden Möglichkeiten der außerschulischen Förderung durch die Eltern besprochen. Nach einem halben Jahr wird wiederum mit allen Kindern der 2. bzw. 3. Klassen der Posttest durchgeführt. So lässt sich überprüfen, ob sich das Klassenprofil inzwischen verändert hat und ob die Förderung einen positiven Effekt bewirkt hat. Aufgrund dieser Ergebnisse kann die Fördergruppe für das nächste Halbjahr ggf. neu zusammengestellt werden.

Inhalte der Förderung
Inhaltlich orientiert sich das Förderprogramm von Peter Jansen an einem Kompetenzstufenmodell (ordinaler, kardinaler und relationaler Aspekt der Zahl). Auf Grundlage der Diagnoseergebnisse wird für jedes zu fördernde Kind ein individueller Förderplan erstellt, der genau in den Bereichen ansetzt, in denen das Kind Förderung benötigt. Dabei können auch verschiedene Bereiche innerhalb einer Förderstunde miteinander in Verbindung gebracht werden. Insgesamt ist allerdings immer die Stufenfolge in Hinblick auf die individuellen Lernschwerpunkte zu beachten.
Die Grundlagen des Basiskurses (Systemblöcke, Schnellerfassung, Rechentafel, Plan: Lagebeziehungen) werden in der Gruppe eingeführt. So erhalten die Schüler einen Einblick in den Aufbau der Materialien, die Selbstkontrolle und die Feststellung des eigenen Lernfortschritts. Ansonsten arbeiten die Kinder wie oben erwähnt in unterschiedlichen Lernbereichen an individuellen Aufgabenstellungen.
Neben den Übungsmaterialien aus dem Basiskurs Mathematik von Peter Jansen werden im Förderunterricht unter anderem folgende Materialien eingesetzt:

  • Förderkurs (mathe 2000)
  • Das kleine Zahlenbuch Band 1&2 (mathe 2000)
  • Computerprogramme
  • Konzentrationsspiele
  • Anschauungsmaterial (Plättchen, Stäbe, Hunderterfeld, ...)


Damit können auch noch weitere Aspekte und Bereiche bei der Förderung abgedeckt werden.


Didaktische Prinzipien/Elternarbeit
Die Fördermaßnahme soll die Schüler ermutigend begleiten. Daher achten die Lehrkräfte darauf, dass alle Teilnehmer Erfolgserlebnisse haben und mögliche Ängste im Umgang mit Zahlen und Rechenoperationen abgebaut werden. Die Schüler sollen erfahren, dass ihre Anstrengung sich lohnt. Die Eltern werden über die Teilnahme am Förderkurs und die Begründung informiert. Den Eltern kann das Konzept des Lehrgangs vorgestellt und Hinweise gegeben werden, wie sie die häuslichen Übungen des Kindes angemessen begleiten können.


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